Projekte – Städtebau | Sanierung



Bad Krozingen | „An der B3“

"Soziale Stadt" für die Stadtmitte des Kurorts

Durch die im Jahr 2009 eröffnete Umfahrung der B3 wurde die Voraussetzung geschaffen, die ehemalige Ortsdurchfahrt Bad Krozingens verkehrlich zu entlasten und zu beruhigen, die Straße attraktiver zu gestalten und die anliegenden Gebäude und Nutzungen zu stärken. Um diese Ziele zügig umzusetzen, wurde im Dezember 2010 das Sanierungsgebiet „An der B3“ förmlich festgelegt. Die Ziele des Sanierungsverfahrens „An der B3“ sind u.a. die Aufenthaltsqualität und Attraktivität des Zentrums durch den Rückbau der B3 zu verbessern und Wohn- und Geschäftsgebäude sowie das angrenzende Umfeld aufzuwerten. Ebenfalls beabsichtigt die Stadt, die gewerbliche Infrastruktur zu sichern sowie private und öffentliche Gebäude zu modernisieren. Aktuelles Herzstück der Sanierung ist die Umgestaltung der Stadtmitte von Bad Krozingen im Bereich des Rathausplatzes. Unter anderem ist der Neubau von drei Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie die Sanierung des bestehenden Rathauses geplant. Die städtebaulichen Entwürfe für dieses Vorhaben wurden im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung ausgewählt, bei der wir die Stadt Bad Krozingen in der Verfahrensdurchführung unterstützt haben. Damit konnte ein passendes und zukunftsweisendes Konzept konkretisiert werden. Darüber hinaus steht unser Team der KSG der Stadt als Sanierungsträger für dieses Vorhaben zur Seite und begleitet die gesamte städtebauliche Erneuerung „An der B3“, was auch die finanzielle Abwicklung über ein Treuhandkonto beinhaltet.

Durchführungszeitraum: 2010 - 2019 



Bad Krozingen | „Skatepark“ als SIQ-Maßnahme "An der B3"

Bald skatet die Jugend von Bad Krozingen gemeinsam

Mehrere durch die Stadt durchgeführte sogenannte "Jugendhearings" im Jahr 2016 taten den Wunsch der Jugendlichen kund, einen neuen Skatepark in der Stadt zu errichten. Der Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe mehrerer Schulen, des Jugendzentrums JuZe sowie des Flüchtlingswohnheims. Das neue Freizeitangebot schafft eine neue Gelegenheit, Jugendliche verschiedenen Alters und Nationalität zusammenzubringen und damit einen Beitrag zur Integration zu leisten. Der Baubeginn erfolgte im Sommer diesen Jahres. Ende 2018 wird der Skatepark fertiggestellt sein. Das Vorhaben ergänzt damit die Sanierungsziele des bestehenden Sanierungsgebiets „An der B3“ und setzt einen zentralen Wunsch Jugendlicher um. 

Durchführungszeitraum: 2017 - 2018



Bad Krozingen | "Staufener Straße / Freiburger Straße"

Sanierung zunächst ohne Finanzhilfe - Neuantrag in Planung

Die seit 2010 laufende Sanierung des Stadtzentrums im Sanierungsgebiet „An der B3“ soll mit der zukünftigen städtebaulichen Erneuerung im Sanierungsgebiet „Staufener Straße / Freiburger Straße“ fortgesetzt werden. Das Sanierungsgebiet wurde im September 2017 förmlich festgelegt. Die aktuelle bauliche Situation ist von teils schlechter Beschaffenheit der Gebäude, mindergenutzten Grundstücken sowie unverträglichen Gemengelagen geprägt. Darüber hinaus bildet die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums zusammen mit dem überdimensionierten Straßenraum einen wenig attraktiven nördlichen Stadteingang. Aus diesen Missständen leiten sich die zentralen Ziele im Gebiet „Staufener Straße / Freiburger Straße“ ab, wie beispielsweise die funktionale Neuordnung der Grundstücke oder die Umgestaltung der Verkehrsführung, um das Verkehrsaufkommen im Zentrum Bad Krozingens zu reduzieren.

Die vorbereitenden Untersuchungen bilden zusammen mit dem 2018 erstellten Gemeindeentwicklungskonzept die Grundlagen, um einen Neuantrag für ein städtebauliches Erneuerungsprogramm ggf. für das Programmjahr 2019 zu stellen. Die Kommunale StadtErneuerung GmbH hat im Auftrag der Stadt die vorbereitenden Untersuchungen durchgeführt und wird die Neuantragsstellung übernehmen.

Durchführungszeitraum: seit September 2017 



Ettlingen | „Entwicklung Ettlinger Schloss“

Landessanierungsprogramm

In Ettlingen begleiten wir die Stadt bei der Sanierung der Innenstadt im LSP und bei den damit verbundenen umfassenden Modernisierungen am Schloss. Neustrukturierung der verschiedenen Gebäudefunktionen und kulturelle Nutzungen für Ausstellungen, Seminare, Theater, Museen sowie sonstige öffentliche Veranstaltungen. Für die Stadt Ettlingen sind wir zudem noch in der Beratung der Neu- und Umnutzung des AVG-Geländes tätig.

Durchführungszeitraum: 2009 – 2020



Freiburg i. Br. | „Weingarten-West“ & Bezahlbares Wohnen

Endspurt für die "Soziale Stadt" und deren aktive BürgerInnen

Die Kommunalen StadtErneuerung GmbH agiert seit 2006 im Sanierungsverfahren „Weingarten-West“  im Unterauftrag der Freiburger Stadtbau GmbH als Sanierungsträger und -treuhänder. Seit 2006 ist der Stadtteil im Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“. Mittlerweile wurde das Gebiet bereits drei Mal erweitert und erfuhr etliche Aufstockungen im Förderrahmen. Im Sanierungsgebiet Weingarten-West ist es gelungen, nahezu ohne Flächenverbrauch 108 zusätzliche Wohnungen durch die Sanierung dreier großer Hochhäuser, u.a. Bugginger Straße 50 als erstes Hochhaus mit Passivhausstandard, zu schaffen. Der notwendige Umzug der Mieterinnen und Mieter erfolgte sozialverträglich mit ausführlicher Sozialplanung. Seit 2011 wurden in Weingarten-West insgesamt rund 460 Wohnungen saniert.

Damit Wohnungen nach der Sanierung auch für Geringverdienende weiterhin zur Verfügung stehen, gewährt die Stadt bei Gebäudemodernisierungen die Höchstförderung. Im Gegenzug wird der Stadt ein Wohnungsbelegungsrecht eingeräumt und eine Mietobergrenze eingehalten. Die Fördermittel kommen damit den Mieterinnen und Mietern direkt zugute. Derzeit wird der letzte der 16-Geschosser, Binzengrün 34, voll modernisiert. 

Einen Schwerpunkt im öffentlichen Raum bildet die Neugestaltung „Neue Mitte“ um den Else-Liefmann-Platz und den Dietrich-Bonhoeffer-Platz. 

Besonders hervorzuheben ist der kontinuierliche Prozess diverser Bürgerbeteiligungsverfahren in Weingarten-West. 

Durchführungszeitraum: 2007 – 2019

Quelle: Freiburger Stadtbau GmbH



Freiburg i. Br. | „Haslach Südost“

Flächen gewinnen durch die "Soziale Stadt"

In "Haslach Südost" arbeiten wir als Sanierungsträger und -treuhänder seit 2014 daran, unter anderem besonders energetisch zukunftsweisende und barrierefreie  sowie seniorengerechte Wohnformen im Bestand zu schaffen.  Zusätzlicher Wohnraum soll durch maßvolle Innenentwicklung mit Neubaumaßnahmen, Aufstockungen und bauliche Ergänzungen auf Brachflächen oder untergenutzten Flächen ermöglicht werden. Im Vorfeld erarbeiteten wir bereits  im Rahmen des Förderprogramms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ Ende 2011 ein städtebauliches Entwicklungs- und Zukunftskonzept für das Gebiet. 2019 wurde zudem die Förderung sozialer Einrichtungen im integrativen Programm SIQ berücksichtigt und so Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut und damit fit gemacht für aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Ähnlich wie im angrenzenden Gebiet "Weingarten West" sollen auch hier Verbesserungen im öffentlichen Straßenraum, wie Parkierung und Zugänglichkeit von öffentlichen Freiflächen, erzielt werden. Hierzu gehört auch die Umgestaltungsmaßnahme der Joseph-Brandl-Anlage, bei der die Stadt Freiburg bei der umfangreichen Jugend- und Bürgerbeteiligung durch Moderation und Koordination verschiedener Formate von der KSG federführend unterstützt und begleitet wird. Das in "Weingarten West" erprobte Konzept eines kontinuierlich tagenden Begleitgremiums, dem sogenannten Sanierungsbeirat wird auch hier von anlass- und prozessbezogenen Formaten zum Teil oder ganzheitlich von von uns betreut und durchgeführt. 

Durchführungszeitraum: 2014 - 2023



Freiburg i. Br. | „Östliche Altstadt und Augustinermuseum“

Landessanierungsprogramm (LSP) und Denkmalschutzprogramm (DSP) in drei Zügen

Die Stadt Freiburg führt seit dem Jahr 2002 das Projekt „Sanierung und Neukonzeption des Augustinermuseums“ durch. Aufgrund der hohen Investitionskosten wurde die Baumaßnahme in drei Bauabschnitte (BA) unterteilt. Der erste BA wurde 2010, der zweite im Herbst 2017 fertiggestellt, seit 2014 läuft der dritte BA parallel. Nach der LSP-Förderung des 1. BAs fand ein Programmwechsel für den zweiten BA in das DSP West statt. Dabei wurden unter anderem das „Haus der Graphischen Sammlung“ sowie notwendige Funktionsräume, die Museumsanlieferung sowie der Abbruch und Neubau des Torhauses gefördert. Der derzeit laufende dritte BA zur Sanierung des Konventgebäudes mit der neuen Schatzkammer wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert. 

Bei den Neubauten und Sanierungen werden die vorhandenen Gebäudestrukturen aufgenommen und fortgeführt und die Gesamtanlage mit dem historischen Freiraumsystem der Oberstadt „verzahnt“. Weitere Maßnahmen im Sanierungsgebiet betreffen unter anderem Maßnahmen im öffentlichen Raum, wie die Umgestaltung des Spielplatzes am Pulverturm, die noch bis zum Frühjahr 2019 umgesetzt werden soll. 

Durchführungszeitraum: 2011 – 2019



Freiburg i. Br. | „Sulzburger Straße“

Erfolgreiche Aufnahme ins Programm "Soziale Stadt" 

Die Stadt Freiburg erarbeitete zusammen mit der Kommunalen StadtErneuerung GmbH im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen (VU) im Bereich der Sulzburger Straße die Grundlage für eine erfolgreiche Antragstellung auf Aufnahme des Gebietes in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ für das Programmjahr 2017.  Gefasste Ziele der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme ist die Fortführung des Rahmenplanes des angrenzenden Sanierungsgebietes Weingarten-West und der Umsetzung der darin enthaltenen verkehrsplanerischen Konzeption. Im Fokus stehen zudem die Modernisierung des Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt Freiburg (AWO), etlicher privater Gebäude sowie der Geschosswohnungsbauten der Freiburger Stadtbau GmbH, die direkt an die Sulzburger Straße angrenzend liegen. Wichtig ist herbei vor allem auch die Schaffung von altersgerechtem und bezahlbarem Wohnraum durch behutsame Maßnahmen der Innenentwicklung. Bereits im Rahmen der VU wurden anwohnende Bürger informiert und eingebunden. Eine kontinuierliche Bürgerbeteiligung erfolgt in Form eines regelmäßig tagenden Begleitgremiums "Sanierungsbeirat" sowie mit anlass- und prozessbezogenen Formaten.

Durchführungszeitraum: 2017 – 2026



Friesenheim | „Adlerstraße-Kronenstraße-Zentrum“

Sanierung und Schaffung einer "Neuen Ortsmitte"

Wir konnten dieses Jahr mit der und für die Gemeinde Friesenheim das dritte Sanierungsgebiet erfolgreich abschließen und förderrechtlich abrechnen. Ein wichtiges städtebauliches Sanierungsziel war die Umgestaltung der Friesenheimer Hauptstraße. Mit der Herstellung von attraktiven Straßen- und Platzräumen wurde der Straßenraum gestalterisch aufgewertet. Ein Schwerpunkt dabei war auch die Erhaltung und Sanierung der angrenzenden, zum Teil historischen ortstypischen Bebauung. Dadurch wurde der Bereich wirtschaftlich gestärkt, wozu auch die Entwicklung der sogenannten „Neuen Ortsmitte“ mit dem Bau eines zentralen Wohn- und Geschäftshauses auf einer zuvor brachliegenden innerörtlichen Fläche maßgeblich beigetragen hat.

Durchführungszeitraum: 2001 - 2018



Reute | „Neue Ortsmitte“

vom LSP zum Bund-Länder-Topf

"Kleinere Städte und Gemeinden" (LRP) 

Für die Aufwertung des Gebietes neue Ortsmitte in seiner Funktion als Treffpunkt und Ort der Begegnung und des Austausches, ist die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in verschiedenen Bereichen notwendig. Seit 2012 konnten bereits eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt werden: Abbruch des ehemaligen Schwesternhauses, Neubau von Jugendräumen und Modernisierung des Kindergartens, Schaffung von Gemeinbedarfseinrichtungen sowie Modernisierung der Eichmattenhalle. Das Leuchtturmprojekt ist die Modernisierung und Umnutzung des ehemaligen Försterhauses zu einem identätsstiftenden Treffpunkt für das Dorf. Der dafür erforderliche Grunderwerb wurde ebenfalls gefördert. Aufgrund der Fördersituation mit dem Försterhaus wechselte die Gemeinde 2016 zum LRP und erfuhr damit spezifischere Fördermöglichkeiten. 

Durchführungszeitraum: 2012 – 2019



Riegel | Modernisierung und Umnutzung "Riegeler Brauerei"

Ohne Finanzhilfen ans Ziel

Geschichte und Ortsbild der Gemeinde Riegel werden maßgeblich durch die 2003 stillgelegte Riegeler Brauerei geprägt. Das Gelände wurde vom bisherigen Eigentümer Fürst zu Fürstenberg an die Gisinger Wohnbau verkauft. Die historisch wertvolle, für gewerbliche Produktionsabläufe aber wenig funktionale Gebäudesubstanz wurde daher unter Einbeziehung angrenzender Freiflächen einer Folgenutzung zugeführt und damit der besonderen städtebaulichen Bedeutung für die Gemeinde Riegel gerecht. Ohne den Einsatz von städtebaulichen Fördermitteln konnte der gesamte Bereich reaktiviert und von der Investorengruppe Gisinger Wohnbau GmbH umgenutzt werden. Eine Sanierungssatzung ermöglichte es dem Investor erhöhte Abschreibungen geltend zu machen. Gleichzeitig hatte die Gemeinde durch die Sanierungssatzung die Möglichkeit, die städtebauliche Entwicklung in ihrem Sinne zu steuern. Nach Fertigstellung der Maßnahmen konnten die bescheinigungsfähigen Aufwendungen von den Erwerbern im Rahmen der Voraussetzungen des § 7h Einkommenssteuergesetz steuerlich geltend gemacht werden. Dabei betreuten wir Eigentümer als auch Gemeinde in der Fachprozessdurchführung und der Abrechnung von über 30 Millionen Euro.

Durchführungszeitraum: 2004 - 2014



Singen (am Hohentwiel) | „Östliche Innenstadt“

"Soziale Stadt" für Private und Öffentliche Hand

Im Gebiet "Östliche Innenstadt" in Singen im Kreis Konstanz begleiten wir die Sanierungsstelle der Stadt seit den Anfängen der Maßnahmenvorbereitung. Seit Oktober 2008 sind wir als Sanierungsträger an über 100 Einzelmaßnahmen federführend in der Durchführung, Betreuung und Abrechnung tätig. Nicht nur die etlichen privaten EigentümerInnen nehmen die Fördermöglichkeiten des Sanierungsprogramms "Soziale Stadt" hervorragend an, auch die öffentliche Hand nutzt den Bewilligungszeitraum für zahlreiche Großprojekte, wie Platzgestaltungen, Verkehrsraumentlastung durch Tiefgaragenbau sowie zahlreiche Neubauinitiativen für Wohnraumbereitstellung. 

Im Zuge der Neugestaltung des Herz-Jesu-Platzes und dessen direkte Umgebung wurde von uns zudem eine städtebauliche Mehrfachbeauftragung durchgeführt, deren überzeugendster Entwurf sich derzeit in der Ausführungsphase befindet. 

Herausforderungen hierbei sind die Fortführung des Markttreibens, die Geschossigekeit der Tiefgarage sowie die Weiternutzung der direkten Umgebungsbebauung und Verkehrsführung. Die bisher oberirdisch untergebrachten Stellplätze im Norden des Kirchengebäudes machen durch den Tiefgaragenbau Platz für Wohnungsbau und qualitativ höherwertigen öffentlichen Freiraum, der zum Verweilen einlädt und Begegnungen schafft. 

Durchführungszeitraum: 2008 - 2021



Singen (am Hohentwhiel) | „Scheffelareal“

Umnutzung und Wohnraumschaffung ungeordneter Höfe

Die geplante Neubebauung des "Scheffelareals" wurde 2016 in eine umfangreiche Mehrfachbeauftragung gegeben, in der nicht nur eine passende Planung für das Stadtquartier in Bahnhofsnähe, sondern auch ein dazugehöriger Investor gesucht wurde. Wir führten zunächst 2012 die vorbereitenden Untersuchungen für das Gebiet sowie 2016 das Auswahlverfahren durch. Derzeit sind wir gemeinsam mit der Stadt in den Verhandlungen mit den EigentümerInnen im Gebiet, der Grundstücksumlegung und Durchführung der gesamten umfangreichen Sanierunsgmaßnahme als federführender Sanierungsträger betraut.  Die nun feststehende Planung aus den Entwürfen der Arbeitsgemeinschaft aus Architekturbüro Schaudt aus Konstanz und den Investoren der IVG u.a. in Leutkirch verlangt eine Neuordnung der derzeitigen Grundstücke, deren Eigentumsverhältnisse sich der Neubebauung anpassen muss. Ungeordnete Garagenhöfe und Bebauung sowie eine ehemalige Gärtnerei sollen einer zukunftsweisenden Struktur und Nutzung zugeführt werden. Anhand der Überlegungen ist bereits das Bebauungsplanverfahren erheblich vorangeschritten. Die erste große Veränderung in der Neuentwicklung des Quartiers war der 2018 durchgeführte Abbruch des legendären und stadtbildprägenden Conti-Hochhauses in der Bahnhofstraße 1, dessen Lage in der Neuplanung für eine ähnliche Gebäudekubatur genutzt werden soll. Die derzeitige Planung sieht zwischen den neuen Wohn- und Gewerbegebäuden im Areal einen attraktiven, öffentlichen Raum vor, der zur generationsübergreifenden Nutzung einlädt.

Durchführungszeitraum: 2014 – 2023



Steinach | „Ortsmitte“

LSP mit AUSGEZEICHNETER Bürgerbeteiligung

Die Gemeinde Steinach wurde im Jahr 2014 in das LSP aufgenommen. Ausschlaggebend für diese von uns betreute erfolgreiche Antragstellung war unter anderem die rege Bürgerbeteiligung mit dem BürgerInnenrat, die 2013 in Kooperation mit dem Büro memoU aus Freiburg durchgeführt wurde. Für den erfolgreichen und innovativen Beteiligungsprozess wurde der Gemeinde Steinach vom Land Baden-Württemberg 2013 der Preis im Rahmen des Programms „Stadt Bürger Dialog“ verliehen. Die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets im November 2014 setzte folgende Ziele: der Schaffung einer neuen Ortsmitte durch die Umgestaltung des Adlerplatzes und Pfarrgartens in Verbindung mit einer gestalterisch aufgewerteten Hauptstrasse, die Überplanung des Rathauses sowie zahlreiche private Modernisierungsmaßnahmen. Die Umgestaltung des Adlerplatzes wurde bereits erfolgreich umgesetzt. Derzeit wird das Rathaus umfassend modernisiert und soll 2019 wieder von der Verwaltung bezogen werden.

Durchführungszeitraum: 2014 – 2022



Tübingen | „Südliches Stadtzentrum“

Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (ASP)

Das Sanierungsgebiet „Südliches Stadtzentrum“ ist Teil der Tübinger Innenstadt und fungiert als Schnittstelle zwischen Südstadt und historischer Altstadt. Das Gebiet war zu Beginn des Sanierungsverfahrens durch deutliche Funktions- und Gestaltungsmängel gekennzeichnet. Die Qualität von zahlreichen Wohngebäuden, Einzelhandelseinrichtungen und Aufenthaltsbereichen waren nicht mehr zeitgemäß. Das seit 2013 laufende Sanierungsverfahren setzt die im städtebaulichen Entwicklungskonzept formulierten Ziele einer ganzheitlichen Aufwertung des südlichen Stadtzentrums zu einem attraktiven, leistungsfähigen und durchmischten Quartier als südliches Eingangstor zur historischen Altstadt um. Die Aufwertung und Umgestaltung des öffentlichen Raums sowie die Optimierung der Wegebeziehungen im Quartier sind zentrale Ziele der städtebaulichen Erneuerung. Ab 2019 beginnt eines der größten städtebaulichen Projekten seit Jahrzehnten in der Stadtgeschichte Tübingens: der Umbau des zentralen Omnibusbahnhofs am Europaplatz mit geschätzten Investitionskosten von rund 25 Millionen Euro. Die Kommunale StadtErneuerung GmbH begleitet das Sanierungsverfahren und berät die Universitätsstadt in allen Fragen rund um die Sanierung.

Durchführungszeitraum: 2013-2021



Weil am Rhein | „Ortsmitte Friedlingen“

Soziale Stadt Programm 

Das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Friedlingen“ befindet sich in direkter Grenzlage zur Schweiz und Frankreich. Zahlreiche Spielstätten, Bars und Wettbüros haben in den letzten Jahrzehnten zu einem Trading-Down-Prozess geführt, dem die Stadt Weil am Rhein mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets 2016 entgegentrat. Die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Ortsmitte Friedlingen“ hat folgende Ziele:

  • Aufwertung des öffentlichen Raums / Aufwertung der Grün- und Freiflächen
  • Steigerung der Durchgängigkeit des Quartiers
  • Stärkung der sozialen Sicherheit
  • Energetische Sanierung der Gebäude
  • Stärkung des Angebots für Kinder und Jugendliche

Ein Kernprojekt des Sanierungsverfahrens ist die Umgestaltung und –erweiterung des Rheinparks. Die Rheinhafengesellschaft hat sich aufgrund interner Umstrukturierung stark verkleinert und einen großen Teil des Hafengeländes 2016 an die Stadt Weil am Rhein verkauft. Im Anschluss wurde ein Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil ausgelobt, der Anfang 2017 mit dem Ziel abgeschlossen wurde, Entwürfe für einen neu gestalteten Rheinpark zu entwickeln. Parallel dazu liefen die Abbrucharbeiten der Gebäude der Rheinhafengesellschaft. Ende 2018 ist mit dem Beginn der Baumaßnahmen zur Umgestaltung des Parks zu rechnen. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass Teile der Rheinparkumgestaltung über das Förderprogramm INTERREG V „Vis-à-vis Huningue- Weil am Rhein“ gefördert werden. Ziel der Gesamtmaßnahme ist es, ehemalige Industrieflächen für Wohnungen, Büros und weitere gemeinnützige Zwecke (Schulen, Jugendhäuser, Parks) umzunutzen und damit einen Beitrag zur flächenschonenden Siedlungsentwicklung von Weil am Rhein zu leisten.

Durchführungszeitraum: 2016 – 2025



Weil am Rhein | „Jugendhaus" als integrative Maßnahme

Soziale Integration im Quartier im "Juno II"

Die Stadt Weil am Rhein plant die Errichtung einer neuen Kinder- und Jugendeinrichtung "Juno II" in der Nähe des Rheinparks im Sanierungsgebiet „Ortsmitte Friedlingen“ und schafft damit einen Ort der Integration und des sozialen Zusammenhalts im Quartier. Mit dieser Maßnahme wird die Versorgungsqualität erhöht, die Kinderbetreuung intensiviert und an die sich ändernden Sozialstrukturen angepasst. Um verschiedene Planungsentwürfe für die ca. 7,5 Millionen Euro teure Kinder- und Jugendeinrichtung zu erhalten, initiierte die Stadt Weil am Rhein einen Teilnahmewettbewerb mit nachgeschalteten Verhandlungsverfahren. Ziel des Verfahrens war mindestens drei geeignete Architekturbüros mit der Vorplanung für die sechsgruppige Kindertageseinrichtung und das Jugendzentrum zu beauftragen. Das Auswahlgremium wählte dieses Frühjahr einen Entwurf aus und beauftragte das Architekturbüro, die Planung weiter zu vertiefen. Baubeginn wird im 1. Halbjahr 2019 sein, mit der Fertigstellung wird im 4. Quartal 2020 gerechnet.

Durchführungszeitraum: 2017 – 2021