Sonderprojekte | Pionierarbeit


Bad Krozingen | Infrastrukturfolgekosten

Städtebauliche Untersuchung zu den Folgen neuen Baulands

Die Stadt Bad Krozingen hat eine positive Bevölkerungsentwicklung in ihren Einwohnerzahlen. Mit den Baugebieten „Kurgarten I + II“ entwickelten wir von der Rüdiger Kunst-KommunalKonzept GmbH bereits attraktive Wohnbauflächen mit hoher Wohnqualität in fußläufiger Entfernung zur Kernstadt und zum Bahnhof von Bad Krozingen. Um der Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum gerecht werden zu können, will die Stadt künftig möglichst viele Flächen für die Nutzung durch Wohnraum realisieren. Der verursachte Bevölkerungszuwachs und neu geschaffener Wohnraum ziehen auch stets Veränderungen in der bestehenden Infrastruktur nach sich. Eine Erhöhung der Nachfrage kann einerseits für eine bessere Auslastung, aber auch für eine Überlastung bisheriger funktioneller Einrichtungen und Infrastruktur auslösen. Die Folgekosten für Investitionen in Wiederbeschaffung und Bestand wie auch die erhöhten Unterhaltungskosten werden dann zu einem großen Kostenfaktor für die Gemeinden und Städte, die nicht vernachlässigt werden dürfen. Die Stadt Bad Krozingen hat daher uns von der KSG mit der Durchführung einer städtebaulichen Untersuchung beauftragt, womit die Infrastrukturfolgekosten infolge der künftigen Baulandentwicklung zu quantifizieren waren. Ziel war ein effizienteres Infrastrukturmanagement wie auch eine adäquate Infrastrukturplanung zu ermöglichen, die wir gemeinsam mit der Stadt auf den Weg bringen konnten.



Freiburg i. Br. | "Soziale Erhaltungssatzung" für Wohnraum

„St. Georgen – Imberyweg/Am Mettweg“

Die Problematik der Wohnraumversorgung ist gerade im Bereich des preiswerten Wohnraums eine der großen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Dabei soll ausreichender, bedarfsgerechter und preiswerter Wohnraum geschaffen und auch erhalten werden. Besonderes Augenmerk liegt auf Gebieten, die Gefahr laufen durch Modernisierung und den damit verbundenen Aufwertungsprozessen das preiswerte Mietniveau und die ursprüngliche soziale Struktur zu verlieren. Ein Lösungsansatz kann hierbei das baurechtliche Instrument der Sozialen Erhaltungssatzung sein. 2015 führte die KSG eine städtebauliche Untersuchung für die Stadt Freiburg i.Br. durch, um zu prüfen, ob die Zusammensetzung der Bevölkerung im Gebiet „St. Georgen – Imberyweg/Am Mettweg“ aus städtebaulichen Gründen schützens- und erhaltenswert ist. Auf Basis unserer Ergebnisse beschloss der Gemeinderat, den Erlass einer Sozialen Erhaltungssatzung für das Gebiet. Damit sind vor allem potenziell miettreibende Maßnahmen genehmigungspflichtig, wie z.B. Modernisierungen oder umfassende Umbauten. 



Freiburg i. Br. | "Augustinermuseum" im NPS

Projektförderung von nationaler Bedeutung

Die Sanierung des Konventgebäudes mit der neuen Schatzkammer wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ (NPS) gefördert. Das Programm fördert seit 2014 herausragende Projekte des Städtebaus, die weit über die Region hinaus wirken und Impulskraft für die Städtebauförderung insgesamt haben. Das Denkmalensemble des Augustinermuseums in der Freiburger Altstadt ist eines von 46 Projekten, die im Jahr 2015 in das Bundesprogramm aufgenommen wurden. Dabei erhielt das Augustinermusem die bundesweit höchste Fördersumme. Besondere Bedeutung hat dabei das Ziel, mit der Sanierung des kulturhistorischen Museums im ehemaligen Augustinerkloster das Wohn- und Geschäftsumfeld im Quartier zu reaktivieren und nachhaltig aufzuwerten.

Durchführungszeitraum: 2015–2019 

www.badische-zeitung.de



Freiburg i. Br. | SIQ - Soziale Integration im Quartier
Investitionspakt verhilft sozialen Maßnahmen zum Ziel

Nicht nur in Freiburg wird das seit 2017 etablierte Förderprogramm zur Einrichtung und Sanierung von sozialen Begegnungsstätten mit integrativer Wirkung von BürgerInnen mit Migrationshintergrund zum Anstoß oder Erfolg. 

In zahlreichen Sanierungsprojekten in unserer Betreuung konnten wir bereits SIQ-Programme in den Sanierungsmaßnahmen integrieren und dafür großzügige Fördermittel akquirieren. 

In Freiburg i. Br. wurde unter anderem im Sanierungsgebiet Haslach-Südost der Kindertagesstätte "Tausendfühler" zu einer Ausweitung ihres Angebots für integrative und inklusive Zielsetzungen verholfen. Der Stadtteil Haslach gehört zu den Stadtteilen von Freiburg mit besonders angespannter Bedarfslage bei der Kindertagesbetreuung. Daher hat die Stadt im Februar 2017 einen Antrag auf Förderung der Sanierung und Erweiterung der städtischen Kindertageseinrichtung (KiTa) "Tausendfühler" im ergänzenden SIQ-Programm erfolgreich gestellt. Die KiTa kann nach den vorgesehenen Zielsetzungen zukünftig noch mehr zu einem Ort der Integration und Inklusion werden. Vorgesehen sind unter anderem besondere Angebote für Familien und ein Ausbau der Kooperation mit den benachbarten Schulen sowie die Weiterentwicklung von inklusiven Angeboten für Kinder mit besonderen Förderbedarfen. Entsprechend der Programmausschreibung erfüllte die Stadt Freiburg die Fördervoraussetzung, dass die KiTa vor Baubeginn in einem Sanierungsgebiet liegt, durch die Erweiterung des Satzungsgebietes im Juni 2017.

Durchführungszeitraum: 2017–2021