Projekte – Moderation | Mediation


Biederbach - Moderation & Meinungsfindung

Grundlagen für die Wegfindung

Klausurtagungen in Gemeinden und Städten sind oftmals durch vielseitige und komplexe Inhalte und Zusammenhänge aufgebläht und können zu langatmigen, kontroversen Debatten werden. Unser Team konnte im Sommer 2018 die Gemeinde Biederbach durch neutrale, strukturierende und auflockernde Moderation bei der Bearbeitung anstehender komplexer Themen unterstützen. Durch die neutrale Moderation und Beratung konnte, u.a. auch durch unseren Erfahrungsschatz in der Moderation und Mediation, gemeinsam mit allen Beteiligten eine konstruktive Arbeitsatmosphäre geschaffen werden und ein produktiver, lösungsorientierter Austausch stattfinden. Die Ergebnisse der kurzweiligen Arbeitssitzung wurden als Dokumentation festgehalten und dienen der Gemeinde nun als Grundlage für weitere Entscheidungen und Agenda-Setting.



Gundelfingen - Konkretisierung & Priorisierung

"Mehrgenerationenwohnen am Schobbach"

Die Gemeinde Gundelfingen beabsichtigt das an der Alten Bundesstraße 10 gelegene Areal „Am Schobbach“ durch ein passendes Konzept des Mehrgenerationenwohnens neu zu nutzen. Die Verwaltung, der Gemeinderat und das zusammengestellte Auswahlgremium mussten zunächst grundlegend entscheiden, wohin die Reise in der durchgeführten EU-weiten Ausschreibung zum Teilnahmewettbewerb und der darauf folgenden Mehrfachbeauftragung gehen sollte. Dafür ordneten wir als Projektteam die vielen Ideen der Arbeitsgruppen von Freiwilligen zum Mehrgenerationenwohnen und Pflegewohnen in Gundelfingen, fassten die Hauptaspekte in Kriterien zusammen und konnten dann in einer Klausurtagung gemeinsam mit den Entscheidungsträgern die wichtigsten auswählen, grundlegend priorisieren und gemeinsam gewichten.

"Wir können keine 'eierlegende Wollmilchsau' von den Investoren und Bauträgern erwarten. Es muss priorisiert und Schwerpunkte in der Nutzung des Areals gelegt werden. Wir führen hier Pionierarbeit gemeinschaftlichen Wohnens für unsere Gemeinde durch und sind erst am Anfang einer hoffentlich weittragenden Entwicklung." (Bürgermeister Raphael Walz, Kolloquium, 07/2018).



Stegen - Bürgerkonferenz zum "Begegnungshaus"

Bürgerinitiative vs. Bürgerverein

Die Bürger der Gemeinde Stegen waren im Februar 2017 dazu eingeladen, sich zum brennenden Thema "Begegnungshaus" im Stockacker zu informieren und sich  vor über 250 BürgerInnen bei der eigens einberufenen Einwohnerversammlung dazu Gehör zu verschaffen. Die Position des Bürgervereins "Miteinander Stegen", von dem die Idee zum Betreuungszentrum auf der Brachfläche entwickelt wurde und über Jahre voll von Engagement verschiedener Arbeitsgruppen gereift war, wurde auch vom Gemeinderat grundsätzlich befürwortet und ein Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Mit der Idee konnten sich jedoch nicht alle Stegener BürgerInnen identifizieren und so gründete sich daraufhin eine Bürgerinitiative, die das Begegnungshaus nicht grundsätzlich ablehnten, jedoch die Kubaturen, Ausmaß und Standort im geplanten Maßstab heftig kritisierten und diskutiert haben wollte. In einer vierstündigen Einwohnerversammlung informierten und kommunizierten wir gemeinsam mit Frau Bürgermeisterin Kleeb und Sachverständigen den Sachstand und stellten uns Fragen der BürgerInnen. Danach konnten alle BürgerInnen, die sich ans Mikrofon und Ihren Standpunkt zur Diskussion stellten, zur Debatte beitragen. Alle gesammelten Anregungen, Wünsche und Ideen wurden gehört und aufgenommen. Der darauffolgenden Bürgerentscheid führte zu dem Ergebnis, dass nun über ein Jahr nach der Veranstaltung das Investorenauswahlverfahren EU-weit ausgeschrieben und das "Begegnungshaus" in Stegen mit mehr Akzeptanz und Rückhalt der Stegener BürgerInnen vorangebracht werden kann.