Projekte – Bürgerbeteiligung | Kommunikation



Freiburg i. Br. | BürgerInnen liefern Daten

Soziale Erhaltungssatzung mit Umfrage

Aufgrund der überschaubaren Größe des vorgeschlagenen Satzungsgebietes der Sozialen Erhaltungssatzung in Freiburg St. Georgen – Imberyweg/Am Mettweg strebten wir gemeinsam mit dem Büro memoU eine vollständige Erhebung von allen Haushalten sowie EigentümerInnen an. Daher wurden alle im Gebiet ansässigen 146 Haushalte und 81 EigentümerInnen des Gebietes per Post über das Vorhaben, also die städtebauliche Untersuchung im Zuge der Vorbereitung einer möglichen Sozialen Erhaltungssatzung informiert. Die Schreiben klärten alle Beteiligten über die Gründe, Ziele und Auswirkungen der Studie und der möglichen Implementierung einer Sozialen Erhaltungssatzung auf. Mit allen Haushalten wurde ein Termin für ein persönliches Gespräch bzw. Interview vereinbart. Die EigentümerInnen und BürgerInnen erhielten einen auf das Gebiet zugeschnittenen Fragebogen für das betreffende Eigentum. Inzwischen ergänzen wir solche Befragungsverfahren auch mit digitalen Online-Alternativen. Die persönliche sowie schriftliche Befragung der Betroffenen waren innerhalb von 2 Monaten abgeschlossen. Die Ergebnisse lieferten memoU und uns die Grundlage für die Zusammenstellung aller Daten für eine mögliche "Soziale Erhaltunsgsatzung in St. Georgen – Imberyweg/Am Mettweg.



Freiburg i.Br. | "Weingarten-West" wird zur "Sozialen Stadt"

Bürgerbeteiligung und Sanierungsbeirat verhelfen zum Erfolg

Die Sanierung des Gebietes "Weingarten-West" im Programm "Soziale Stadt" wurde von Anfang an mit ganzheitlicher Beteiligung der Bürgerschaft begonnen und realisiert. In Weingarten wurden etwa 730 MieterInnen aktiv in die Sanierung von drei Hochhäusern eingebunden. Hierbei standen die Begleitung der Planung und der Aufbau einer guten Nachbarschaft im Mittelpunkt. Im Beteiligungsprozess zum Rahmenplan Weingarten-West haben sich über einen Zeitraum von drei Jahren die BürgerInnen aktiv in die künftige Entwicklung ihres Quartiers eingebracht. Die Stadt Freiburg wurde im Rahmen des Projekts „Stadt Bürger Dialog“ für ihre sozialorientierte Modernisierungsstrategie im Wohnungsbau vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg mit einer Anerkennung ausgezeichnet. In unterschiedlichen Beteiligungsformaten hatten BürgerInnen Vorschläge für die  bauliche Entwicklung, die sozialen Belange sowie zum Thema Freiraum und Parkierung erarbeitet. Zudem tagt regelmäßig der maßnahmenübergreifende und institutionalisierte Sanierungsbeirat Weingarten-West zum ständigen Austausch zwischen Verwaltung, Politik, Sanierungsträger und BürgerInnen. 

Quelle: Freiburger Stadtbau GmbH 



Freiburg i. Br. | Beteiligung zur "Joseph-Brandel-Anlage"

Wie möchten die Anwohner den öffentlichen Raum nutzen?

Eine wichtige Maßnahme in dem von uns als Träger betreuten Sanierungsgebietes "Haslach Südost" ist es, die Parkanlage "Joseph Brandel" zu sanieren und umzugestalten. Um den öffentlichen Raum nachhaltig zu erneuern, wurden und werden die Ideen, Anregungen und Wünsche der AnwohnerInnen mit verschiedenen Formaten der Beteiligung abgefragt. Gemäß der Gemeindeverordnung wurde auch die Jugend in einer speziell für ihre Bedürfnisse ausgerichteten Veranstaltung vor Ort im Freien involviert.

 

In Zusammenarbeit mit dem Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg entwarf unser Team ein Konzept zur Beteiligung der BürgerInnen und Jugendlichen. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden als Bericht dokumentiert und dienten dem beauftragten Planungsbüro als Grundlage für die Umnutzungsplanung. Durch die gut angenommenen Beteiligungsformate konnte insbesondere die Akzeptanz für notwendige Veränderungen in der Bevölkerung erhöht und BürgerInnen gleichzeitig für die Komplexität städtebaulicher Projekte sensibilisiert werden. 



Heitersheim | Bürgerbeteiligung im Rahmen des GEK

Veränderung ortsteilübergreifend denken

Im Rahmen der Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes für die Stadt Heitersheim 2017/18 fand auch eine umfassende Bürgerbeteiligung in Heitersheim und dem Ortsteil Gallenweiler statt. Mit einer erfolgreichen Antragstellung im Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ konnte unser Team maßgeblich zur Umsetzung und Erstellung des Gemeindeentwicklungskonzeptes sowie der Bürgerbeteiligung beitragen. Kern der Beteiligung war neben dem Sammeln der Gedanken, Ideen und Wünsche der BürgerInnen für ihr Lebensumfeld auch die Stärkung eines Gemeinschaftsgefühls zwischen den beiden Ortsteilen. Durch individuelle aber auch gemeinsame Formate der Ortsteile mit Bürgerwerkstätten und "World-Cafés" wurden zusammen mit der Stadt und dem Büro memoU die Möglichkeit geschaffen, Veränderungen ortsteilübergreifend zu überdenken. Wir konnten diesen Prozess mit unseren Erfahrungswerten und Fachwissen begleiten und die BürgerInnen für Zusammenhänge, Abläufe und Zielkonflikte im Städtebau sensibilisieren. Diese Anhörung interessierter Einwohner von Heitersheim und Gallenweiler bildet für unsere Arbeit und das GEK einen unerlässlichen Bestandteil und kann Türen zu Folgeprojekten oder Finanzmittel öffnen.



Stegen | "Begegnungshaus"

Mediation und Moderation zu Bürgerinitiative vs. Bürgerverein

Die BürgerInnen der Gemeinde Stegen waren im Februar 2017 dazu eingeladen, sich zum brennenden Thema "Begegnungshaus" im Stockacker zu informieren und sich  vor über 250 BürgerInnen bei der eigens einberufenen Einwohnerversammlung dazu Gehör zu verschaffen. Die Position des Bürgervereins "Miteinander Stegen", von dem die Idee zum Betreuungszentrum auf der Brachfläche entwickelt wurde und über Jahre voll von Engagement verschiedener Arbeitsgruppen gereift war, wurde auch vom Gemeinderat grundsätzlich befürwortet und ein Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Mit der Idee konnten sich jedoch nicht alle Stegener BürgerInnen identifizieren und so gründete sich daraufhin eine Bürgerinitiative, die das Begegnungshaus nicht grundsätzlich ablehnten, jedoch die Kubaturen, Ausmaß und Standort im geplanten Maßstab heftig kritisierten und diskutiert haben wollte. In einer vierstündigen Einwohnerversammlung informierten und kommunizierten wir gemeinsam mit Frau Bürgermeisterin Kleeb und Sachverständigen den Sachstand und stellten uns den Fragen der BürgerInnen. Danach konnten alle BürgerInnen, die sich ans Mikrofon und ihren Standpunkt zur Diskussion stellten, zur Debatte beitragen. Alle gesammelten Anregungen, Wünsche und Ideen wurden gehört und aufgenommen. Der darauffolgenden Bürgerentscheid führte zu dem Ergebnis, dass nun über ein Jahr nach der Veranstaltung das Investorenauswahlverfahren EU-weit ausgeschrieben und das "Begegnungshaus" in Stegen mit mehr Akzeptanz und Rückhalt der Stegener BürgerInnen vorangebracht werden kann.



Steinach | Stadt Bürger Dialog – Auszeichnung vom Land

Innovativer und erfolgreicher Beteiligungsprozess prämiert 

Die Gemeinde Steinach wurde im Jahr 2014 in das Landessanierungsprogramm (LSP) aufgenommen. Als ausschlaggebend für die erfolgreiche Antragstellung wurde die ambitionierte Partizipationsstrategie mit dem BürgerInnenrat angesehen, die in Kooperation mit dem Büro memoU aus Freiburg durchgeführt wurde. Für die erfolgreiche und innovative Bürgerbeteiligung wurde vom Land Baden-Württemberg 2015 der Preis im Rahmen des Programms „Stadt Bürger Dialog“ verliehen. Die Bandbreite der Beteiligung reichte von einer Bürgerversammlung mit Themensammlung über diverse Themen-Workshops bis hin zur Gründung und projektbezogenen Inanspruchnahme eines BürgerInnenrates innerhalb weniger Monate. Die Ergebnisse wurden als Grundlage des GEKs für Steinach direkt in den Gemeinderat, anschließend in eine umfassende Bürgerversammlung und zur Beschlussfassung erneut in den Gemeinderat getragen. Die Entwicklungsleitsätze für die Gemeinde im Kinzigtal wurden in diesem gesamtheitlichen Prozess erarbeitet und sind nach wie vor maßgebend für den roten Faden der Gemeindeentwicklung: Erhalt des dörflichen Charakters, Weiterentwicklung der Familienfreundlichkeit der Gemeinde, verkehrsberuhigter Innenortsbereich, Etablierung eines Wochenmarktes und vieler weiterer Potenziale.



Winden im Elztal | Inputs beider Ortsteile zum GEK Planungsworkshops mit Perspektivenwechsel

In Winden im Elztal sollte besonders die Jugend mit einem umfassenden Beteiligungsverfahren in die Überlegungen zur weiteren Entwicklung der Gemeinde eingebunden werden, um auf dieser Grundlage das GEK als Wegweiser für die Zukunft der Ortsteile zu erstellen. Die BürgerInnen wurden in mehreren Planungsworkshops eingebunden und gehört. Der Spatenstich zur Ortsumfahrung B 294 in Oberwinden verlangte nach einem so umfangreichen Vorgehen, da diese Entlastung der an die Ortsdurchfahrt angrenzenden Bereiche großes Entwicklungspotential für Winden im Elztal entstand. Auch für die weiterführenden  Planungen einzelner Maßnahmen wurden BürgerInnen aus dem Ortsteil Niederwinden eingebunden. Zugleich war es Ziel über diesen Weg den  Zusammenhalt beider Ortsteile zu stärken. Die KommunalKonzept begleitete den Bürgerbeteiligungsprozess und steht der Gemeinde für weitere Entwicklungen, u.a. auch des verkehrsberuhigten Ortskerns in Oberwinden, unterstützend zur Seite.